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Hepatitis

 

Hepatitis

 

Die Hepatitis, zu deutsch Gelbsucht, wird durch verschiedene Viren verursacht, die der entsprechenden Hepatitis-Erkrankung ihren Namen geben.

 

  1. Hepatitis A (auch infektiöse Gelbsucht genannt)
  2. Hepatitis B ( Serum-Hepatitis)
  3. Hepatitis C
  4. Hepatitis D (Delta-Hepatitis)
  5. Hepatitis E


Hepatitis A 
Die Hepatitis A ist weltweit verbreitet und tritt am häufigsten in Entwicklungsländer auf. In den letzten Jahrzehnten ist sie durch den wachsenden Hygienestandard in Nordamerika und den entwickelten Ländern Europas stark zurückgegangen.

Übertragung:
Hepatitis A - Viren sind sexuell übertragbar. Die Infektion erfolgt fäkal-oral durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, dass beim Analverkehr (auch Zungenanal) ein stark erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Besonders dann wenn Du ein Liebhaber von KV-Spielen bist.

Aber auch durch verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel können die Viren übertragen werden. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate) oder auch Meeresfrüchte (z.B. Muscheln, Schalentiere und Austern) dar.

Es ist zu beachten, dass mit dem Hepatitis A-Virus infizierte Personen, wenn sie auch nicht oder noch nicht erkrankt sind, das Virus trotzdem weiterverbreiten und dadurch z.B. Sexualpartner, Mitglieder ihrer Schulklasse oder Familie anstecken können.

Symptome

Die Viren verursachen in allen Fällen eine Entzündung der Leber und die Symptome ähneln sich sehr.

Am Anfang der Erkrankung kann es zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens, dunkelfarbigen Urin, Hellfärbung des Stuhles und letztendlich zur Gelbfärbung der Haut kommen. Der Krankheitsverlauf ist individuell und unterschiedlich. Persönliche Faktoren, wie z.B. Dein Alter und Dein allgemeiner Gesundheitszustand und natürlich die Hepatitisart spielen eine wesentliche Rolle. In manchen Fällen kann es sogar zu einer Hepatitis-Infektion kommen ohne das Du auch die geringsten Beschwerden hast. Anders können aber auch Fälle auftreten die bis hin zum Koma oder sogar zum Tod führen.

Schutz
Hepatitis – A Schutzimpfung. Insbesondere bei regelmäßigem Analsex mit wechselnden Sexualpartnern. Bei Reisen in Entwicklungsländer und gefährdete Länder wie z.B. Türkei, Süditalien. Griechenland und Osteuropa.  

 

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Hepatitis B 

Mit dem Hepatitis B – Virus sind weltweit ca. 350 Millionen Menschen chronisch infiziert. Hepatitis B verursacht Leberkrebs und Leberzirrhose. Weltweit sterben jährlich rund 6 Millionen Menschen an den

Folgen der Infektion. In Deutschland wird der Anteil der Bevölkerung, der chronisch infiziert ist, auf 0,6 % geschätzt. Das sind fast 500.000 Menschen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt daher eine sichere und wirksame Schutzimpfung im Routineimpfplan für Kinder in jedem Land der Erde gegen
Hepatitis B.

 

Übertragung

Das Hepatitis B – Virus wird über alle Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut und Sperma übertragen.

Bei eine entsprechend hohen Erregeranzahl können Blut, Sperma, Vaginalflüssigkeit, Speichel, Muttermilch und sogar Tränenflüssigkeit infektiös sein. In Deutschland erfolgen 60 bis 70 % aller Neuinfektionen über sexuelle Kontakte. Das Risiko einer Infektion im Zusammenhang mit medizinischen Eingriffen (Operationen, Akupunktur, Zahnbehandlungen usw.) ist in den modernen Industrieländern wie z.B. Deutschland sehr gering.

Auch beim Tätowieren oder Piercen kann das Hepatitis B Virus  übertragen werden wenn keine ausreichenden Hygienevorkehrungen getroffen werden. Bei Drogenabhängigen wird das Virus durch verunreinigte Spritzbestecke übertragen.

 

Symptome

Die ersten Beschwerden können 1 bis 6 Monate nach der Infektion auftreten. Die Dauer hängt vor allem davon ab wie hoch die Erregerdosis war. Bei ca. 90 % der Erkrankten heilt die Hepatitis B völlig aus. Bei 5-10 % entwickelt sie sich chronisch. Bei rund der hälfte der chronisch erkrankten resultiert daraus eine Leberzirrhose. Die chronische Hepatitis B-Infektion erhöht das Leberkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung um 100 %.

 

Schutz vor Hepatitis B

Bei häufig wechselnden Sexualpartnern bieten der konsequente Gebrauch von Kondomen und die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken einen relativen Schutz vor Hepatitis B. Der wirksamste Schutz ist jedoch eine kombinierte Impfung gegen Hepatitis A + B.

Dieser empfiehlt sich auch bei  häufigen Reisen, längeren Auslandsaufenthalten, insbesondere in den Tropen, bei Arbeiten in medizinischen Einrichtungen oder in in Entwicklungshilfeprojekten.

Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.

 

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Hepatitis C

Hepatitis C kommt relativ häufig vor. Sie spielt für reisende auch nur eine untergeordnete Rolle.

Überdurchschnittlich oft kommt sie bei Drogenabhängigen vor und zeigt einen chronischen Verlauf mit ernsthaften Folgen wie der Leberzirrhose und dem Leberkrebs.

 

Übertragung

Das Hepatitis C Virus wird wie das B-Virus über alle Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut übertragen.

Auch beim Tätowieren oder Piercen kann das Hepatitis B Virus  übertragen werden wenn keine ausreichenden Hygienevorkehrungen getroffen werden. Bei Drogenabhängigen wird das Virus durch verunreinigte Spritzbestecke übertragen.

 

Symptome

Der Verlauf ist in vielen Fällen chronisch und verläuft in der Mehrzahl beschwerdearm und wird oft nicht erkannt.

 

Schutz vor Hepatitis C

Eine Impfung gegen Hepatitis C existiert bislang leider noch nicht. Die Allgemeinen Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen und die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken.

Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.

 

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Hepatitis D

Das Hepatitis D-Virus wird nur im Zusammenhang mit dem Hepatitis B Virus aktiv. Es ist also ein inkomplettes Virus. Bei einer Hepatitis D Erkrankung kann es zu schweren und vor allem dauerhaften

Gesundheitsschäden wie z.B. Leberzirrhose. Die Hepatitis D kommt weltweit vor. Besonders oft aber in Süditalien, Westafrika und Südamerika.

 

Übertragung

Das Hepatitis D Virus wird wie das B-Virus über alle Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut und Sperma übertragen.

 

Symptome

Der Verlauf ist in vielen Fällen chronisch und verläuft in der Mehrzahl beschwerdearm und wird oft nicht erkannt.

 

Schutz vor Hepatitis D

Da der Ausbruch der Hepatitis D nur im Zusammenhang mit Hepatitis B-Viren möglich ist, bedeutet der Impfschutz gegen Hepatitis B auch gleichzeitig ein wirksamer Schutz gegen Hepatitis D.

Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen und die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken.

Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.

 

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Hepatitis E

Die Hepatitis E ist eine akute Lebererkrankung. Vor allem kommt sie in den Entwicklungsländern Südostasiens, Afrikas, sowie Mittel- und Südamerika vor. Im Vergleich zu den Hepatitisformen ist Hepatitis E in der Regel keine schwere Lebererkrankung. Bei schwangeren kann sie allerdings einen sehr gefährlichen Verlauf nehmen.

 

Übertragung

Das Hepatitis E Virus wird durch Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser übertragen.

 

Schutz vor Hepatitis E

Gegen Hepatitis E existiert bislang noch kein Impstoff.

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Quellen: WHO
Aktualisiert: 10.12.2007 EH

 

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