Die
Hepatitis, zu deutsch Gelbsucht, wird durch verschiedene Viren verursacht,
die der entsprechenden Hepatitis-Erkrankung ihren Namen geben.
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Hepatitis A (auch infektiöse Gelbsucht genannt)
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Hepatitis B ( Serum-Hepatitis)
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Hepatitis C
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Hepatitis D (Delta-Hepatitis)
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Hepatitis E
Hepatitis A
Die Hepatitis A
ist weltweit verbreitet und tritt am häufigsten in Entwicklungsländer auf.
In den letzten Jahrzehnten ist sie durch den wachsenden Hygienestandard in
Nordamerika und den entwickelten Ländern Europas stark zurückgegangen.
Übertragung:
Hepatitis A - Viren sind sexuell übertragbar. Die Infektion erfolgt
fäkal-oral durch eine Kontakt- oder Schmierinfektion. Das bedeutet, dass
beim Analverkehr (auch Zungenanal) ein stark erhöhtes Infektionsrisiko
besteht. Besonders dann wenn Du ein Liebhaber von KV-Spielen bist.
Aber auch durch
verunreinigtes Trinkwasser oder Nahrungsmittel können die Viren übertragen
werden. Ein erhöhtes Risiko stellen fäkaliengedüngtes Gemüse (z.B. Salate)
oder auch Meeresfrüchte (z.B. Muscheln, Schalentiere und Austern) dar.
Es ist zu beachten, dass mit dem Hepatitis A-Virus infizierte Personen, wenn
sie auch nicht oder noch nicht erkrankt sind, das Virus trotzdem
weiterverbreiten und dadurch z.B. Sexualpartner, Mitglieder ihrer
Schulklasse oder Familie anstecken können.
Symptome
Die
Viren verursachen in allen Fällen eine Entzündung der Leber und die Symptome
ähneln sich sehr.
Am
Anfang der Erkrankung kann es zu Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen,
Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schmerzen im Bereich des rechten Rippenbogens,
dunkelfarbigen Urin, Hellfärbung des Stuhles und letztendlich zur
Gelbfärbung der Haut kommen. Der Krankheitsverlauf ist individuell und
unterschiedlich. Persönliche Faktoren, wie z.B. Dein Alter und Dein
allgemeiner Gesundheitszustand und natürlich die Hepatitisart spielen eine
wesentliche Rolle. In manchen Fällen kann es sogar zu einer
Hepatitis-Infektion kommen ohne das Du auch die geringsten Beschwerden hast.
Anders können aber auch Fälle auftreten die bis hin zum Koma oder sogar zum
Tod führen.
Schutz
Hepatitis – A
Schutzimpfung. Insbesondere bei regelmäßigem Analsex mit wechselnden
Sexualpartnern. Bei Reisen in Entwicklungsländer und gefährdete Länder wie
z.B. Türkei, Süditalien. Griechenland und Osteuropa.
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Hepatitis B
Mit
dem Hepatitis B – Virus sind weltweit ca. 350 Millionen Menschen chronisch
infiziert. Hepatitis B verursacht Leberkrebs und Leberzirrhose. Weltweit
sterben jährlich rund 6 Millionen Menschen an den
Folgen der Infektion. In Deutschland wird der Anteil der Bevölkerung, der
chronisch infiziert ist, auf 0,6 % geschätzt. Das sind fast 500.000
Menschen. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) empfiehlt daher eine sichere
und wirksame Schutzimpfung im Routineimpfplan für Kinder in jedem Land der
Erde gegen
Hepatitis B.
Übertragung
Das
Hepatitis B – Virus wird über alle Körperflüssigkeiten, insbesondere Blut
und Sperma übertragen.
Bei
eine entsprechend hohen Erregeranzahl können Blut, Sperma,
Vaginalflüssigkeit, Speichel, Muttermilch und sogar Tränenflüssigkeit
infektiös sein. In Deutschland erfolgen 60 bis 70 % aller Neuinfektionen
über sexuelle Kontakte. Das Risiko einer Infektion im Zusammenhang mit
medizinischen Eingriffen (Operationen, Akupunktur, Zahnbehandlungen usw.)
ist in den modernen Industrieländern wie z.B. Deutschland sehr gering.
Auch
beim Tätowieren oder Piercen kann das Hepatitis B Virus übertragen werden
wenn keine ausreichenden Hygienevorkehrungen getroffen werden. Bei
Drogenabhängigen wird das Virus durch verunreinigte Spritzbestecke
übertragen.
Symptome
Die
ersten Beschwerden können 1 bis 6 Monate nach der Infektion auftreten. Die
Dauer hängt vor allem davon ab wie hoch die Erregerdosis war. Bei ca. 90 %
der Erkrankten heilt die Hepatitis B völlig aus. Bei 5-10 % entwickelt sie
sich chronisch. Bei rund der hälfte der chronisch erkrankten resultiert
daraus eine Leberzirrhose. Die chronische Hepatitis B-Infektion erhöht das
Leberkrebsrisiko gegenüber der Normalbevölkerung um 100 %.
Schutz vor
Hepatitis B
Bei
häufig wechselnden Sexualpartnern bieten der konsequente Gebrauch von
Kondomen und die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken einen relativen
Schutz vor Hepatitis B. Der wirksamste Schutz ist jedoch eine kombinierte
Impfung gegen Hepatitis A + B.
Dieser
empfiehlt sich auch bei häufigen Reisen, längeren Auslandsaufenthalten,
insbesondere in den Tropen, bei Arbeiten in medizinischen Einrichtungen oder
in in Entwicklungshilfeprojekten.
Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.
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Hepatitis C
Hepatitis C kommt relativ häufig vor. Sie spielt für reisende auch nur eine
untergeordnete Rolle.
Überdurchschnittlich oft kommt sie bei Drogenabhängigen vor und zeigt einen
chronischen Verlauf mit ernsthaften Folgen wie der Leberzirrhose und dem
Leberkrebs.
Übertragung
Das
Hepatitis C Virus wird wie das B-Virus über alle Körperflüssigkeiten,
insbesondere Blut übertragen.
Auch
beim Tätowieren oder Piercen kann das Hepatitis B Virus übertragen werden
wenn keine ausreichenden Hygienevorkehrungen getroffen werden. Bei
Drogenabhängigen wird das Virus durch verunreinigte Spritzbestecke
übertragen.
Symptome
Der
Verlauf ist in vielen Fällen chronisch und verläuft in der Mehrzahl
beschwerdearm und wird oft nicht erkannt.
Schutz vor
Hepatitis C
Eine
Impfung gegen Hepatitis C existiert bislang leider noch nicht. Die
Allgemeinen Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen
und die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken.
Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.
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Hepatitis D
Das
Hepatitis D-Virus wird nur im Zusammenhang mit dem Hepatitis B Virus aktiv.
Es ist also ein inkomplettes Virus. Bei einer Hepatitis D Erkrankung kann es
zu schweren und vor allem dauerhaften
Gesundheitsschäden wie z.B. Leberzirrhose. Die Hepatitis D kommt weltweit
vor. Besonders oft aber in Süditalien, Westafrika und Südamerika.
Übertragung
Das
Hepatitis D Virus wird wie das B-Virus über alle Körperflüssigkeiten,
insbesondere Blut und Sperma übertragen.
Symptome
Der
Verlauf ist in vielen Fällen chronisch und verläuft in der Mehrzahl
beschwerdearm und wird oft nicht erkannt.
Schutz vor
Hepatitis D
Da
der Ausbruch der Hepatitis D nur im Zusammenhang mit Hepatitis B-Viren
möglich ist, bedeutet der Impfschutz gegen Hepatitis B auch gleichzeitig ein
wirksamer Schutz gegen Hepatitis D.
Weitere Schutzmaßnahmen bestehen im konsequenten Gebrauch von Kondomen und
die Vermeidung risikoreicher Sexualpraktiken.
Drogensüchtige sollten immer sterile Injektionsnadeln verwenden.
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Hepatitis E
Die
Hepatitis E ist eine akute Lebererkrankung. Vor allem kommt sie in den
Entwicklungsländern Südostasiens, Afrikas, sowie Mittel- und Südamerika vor.
Im Vergleich zu den Hepatitisformen ist Hepatitis E in der Regel keine
schwere Lebererkrankung. Bei schwangeren kann sie allerdings einen sehr
gefährlichen Verlauf nehmen.
Übertragung
Das
Hepatitis E Virus wird durch Nahrungsmittel oder verunreinigtes Trinkwasser
übertragen.
Schutz vor
Hepatitis E
Gegen Hepatitis E existiert bislang noch kein Impstoff.
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Quellen: WHO
Aktualisiert: 10.12.2007 EH